Stifter: Gerhard Klee

Geb. 23. 1. 1915 in Berlin
Gest. 19. 5. 2002 in Frankfurt am Main




Aus einer Rede des Stifters anlässlich der ersten Preisvergabe:

...dieser (seiner) Berufs- und Bildungsweg umreißt das Schicksal eines Ingenieurs, der in seinem Leben viel Glück gehabt hat, auch bei der Entwicklung seiner beruflichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, und der in den letzten Jahren oder Tagen des Lebens etwas von diesem Glück weiterreichen möchte...

... es hat wohl mit meiner Erziehung zu tun, damit, dass meine Eltern vom Staat ein in den zwanziger Jahren seltenes Schülerstipendium erhielten, um mich auf eine höhere Schule schicken zu können, damit, dass ich selbst bei meiner Berufsausbildung vom Staat unterstützt wurde...

...ich hatte in meinem Arbeitsvertrag zur Bedingung gemacht, mit einem kleinen Bruchteil an der Umsatzsteigerung meines neuen Arbeitgebers (Samson AG) beteiligt zu werden, wenn die Steigerung auf neuartige, patentamtlich geschützte Produkte zurückzuführen wäre. Da ich das Glück hatte, dass mir im Laufe der Jahrzehnte viele Erfindungen patentiert wurden, erbrachte diese Einzelheit meines Vertrages im Laufe der Zeit einen so großen wirtschaftlichen Erfolg, dass die Stiftung "Familie Klee" gegründet werden konnte....

...bei der Stiftungsgründung hatte ich mir vorgenommen, das Grenzgebiet zwischen Medizin und Technik, das mich von Kindheit an fasziniert hat .... irgendwie zu fördern

...dabei kommt es mir vor allem darauf an, den Geförderten Lebensumstände zu verschaffen, unter denen sich ihr Horizont erweitert, ihre Sprachkenntnisse wachsen, Bindungen zu ausländischen Kommilitonen entstehen, ein Gedankenaustausch mit ausländischen Kollegen und Lehrern angebahnt wird, die Angehörigen eines fremden Volkes und seinen Denkweisen erlernt wird, die Bedeutung von Toleranz durch eigene Erfahrung erkannt wird - um nur einige meiner Wünsche zu beschreiben...


Es war ihm ein Anliegen, auch über seinen Tod hinaus junge Menschen zu fördern, die seine Liebe zur biomedizinischen Technik, seinen Wissensdurst und seine Beharrlichkeit teilen. Dankbar behalten wir ihn als außergewöhnlich interessierten und vielseitig begabten, großzügigen Menschen in Erinnerung.





Lebenslauf:

23. 1. 1915 Geboren in Berlin

1921 - 1925 Grundschule
1925 -1929 Fichterrealschule, Berlin Schöneberg
1929 - 1932 Oberrealabteilung der Städtischen Hohenzollernschule
1932 - 1933 Berufsschule für Metallarbeiter, Berlin Wedding
1933 - 1936 Gauss-Schule - Höhere technische Lehranstalt für feinmechanische Technik und Elektrotechnik, Hauptfachrichtung "allgemeine feinmechanische Technik"
1936 - 1938 Ingenieur bei Telefunken
1938 - 1948 Entwicklungsingenieur bei Hartmann und Braun, Frankfurt, zwischenzeitlich im Krieg als Fernmelder
7. 11. 1942 verheiratet mit Gertrud Klee, 2 Töchter
1948 bis zum Ende der beruflichen Tätigkeit bei Samson AG, Frankfurt
1956 Direktor für Entwicklung, Produktion und technischen Vertrieb. Im Laufe dieser Zeit Erteilung von 165 Patenten, davon 32 mit anderen zusammen
1972 Ruhestand
19. 5. 2002 gestorben in Frankfurt am Main